Statement: Krankheit darf nicht arm machen!

Landesverband Thüringen

Statement: Krankheit darf nicht arm machen!

Rheumakranke sind auf eine ausreichend gute medizinische Versorgung angewiesen. Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) initiierte umfassende Gesundheitsreform soll morgen vom Kabinett unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beschlossen werden.

„Als Präsidentin des Thüringer Landesverbandes der Deutschen Rheuma-Liga unterstütze ich grundsätzlich das Ziel der Bundesregierung, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung zu sichern. Ich appelliere dennoch, dass dies nicht zu Lasten chronischer kranker Menschen geschehen darf!“ So würden zum Beispiel die Krankengeldsenkung, die Zuzahlungserhöhung oder die Rücknahme der Festzuschüsse beim Zahnersatz besonders die Menschen belasten, die sich ohnehin bereits in einer finanziell prekären Situation befinden, denn das beabsichtigte Gesetz setzt einseitig auf finanzpolitische Wirkungen.

Mit Sicht auf den bereits in den letzten Jahren deutlich gestiegenen durchschnittlichen Beitragssatz – bzw. dem individuell zu zahlenden Zusatzbeitrag – muss das Gesetz in dieser Form abgelehnt werden. Zudem fehlt nach wie vor ein deutlicher Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung als maßgebliche Leitlinie für eine Reform des Gesundheitswesens.

„Eine Armutsfalle durch Krankheit“, so Keding abschließend, „darf es in einem Sozialstaat nicht geben, denn dieser sollte doch dafür sorgen, dass niemand durch seine Erkrankung in finanzielle Not gerät!“