Welt-Rheuma-Tag 2026: Gemeinsam statt einsam

Selbsthilfegruppe Landesgeschäftsstelle

Rheuma-Liga Thüringen zeigt, wie Selbsthilfe verbindet und Einsamkeit entgegenwirkt

Eine chronische rheumatische Erkrankung verändert vieles. Schmerzen, Erschöpfung und eingeschränkte Mobilität können den Alltag erschweren und dazu führen, dass soziale Kontakte weniger werden. Umso wichtiger sind Menschen, die zuhören, Erfahrungen teilen und verstehen, was es bedeutet, mit Rheuma zu leben.


Anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober macht die Deutsche Rheuma-Liga unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ auf die Bedeutung von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung aufmerksam.


„Selbsthilfe bedeutet weit mehr, als Informationen über eine Erkrankung auszutauschen. Hier begegnen sich Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen, sich gegenseitig Mut geben und füreinander da sind. Aus diesen Begegnungen entstehen nicht selten Freundschaften, die über viele Jahre tragen“, erklärt Kerstin Keding, Präsidentin der Rheuma-Liga Thüringen.


Der Landesverband hat sich deshalb auch bewusst der Thüringer Aktion gegen Einsamkeit angeschlossen. Damit unterstreicht er sein Engagement für eine Gesellschaft, in der soziale Teilhabe und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind: "Wir setzen ein deutliches Signal, uns gemeinsam mit anderen Akteuren für eine Gesellschaft stark zu machen, in der soziale Verbundenheit und Sorgeverantwortung gefördert und Einsamkeit wirksam begegnet wird.“, so Kerstin Keding.


In Thüringen engagiert sich die Rheuma-Liga mit 30 Selbsthilfegruppen und rund 3.000 Mitgliedern dafür, dass Menschen mit rheumatischen Erkrankungen Anschluss, Unterstützung und neue Perspektiven finden.


Wie lebendig diese Gemeinschaft ist, zeigt sich in den zahlreichen Aktivitäten der Selbsthilfegruppen. Ob beim gemeinsamen Funktionstraining, bei Ausflügen und Reisen, in Gesprächsrunden oder bei Seminaren zur Schmerzbewältigung und Selbstfürsorge: Hier entstehen Kontakte, die oft weit über die eigentlichen Angebote hinausreichen.
Ein besonderes Beispiel war in diesem Jahr der „Ball der bewegten Gelenke“ in Bad Blankenburg. Selbsthilfegruppen aus Thüringen präsentierten gemeinsam ihre Bewegungsangebote und zeigten, dass auch mit einer chronischen Erkrankung Freude an Bewegung und gemeinsamen Erlebnissen möglich ist.


Gemeinschaft entsteht heute auch digital. Über die Internetseite und die Social-Media-Kanäle der Rheuma-Liga Thüringen werden Angebote und Aktivitäten der Selbsthilfegruppen sichtbar gemacht, Gesundheitsinformationen vermittelt und Menschen erreicht, die bislang noch keinen Zugang zur Selbsthilfe gefunden haben.
Digitale Angebote, Online-Seminare und die neue App „Team Rheuma“ der Deutschen Rheuma-Liga eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, sich zu informieren und mit anderen Betroffenen auszutauschen. Gerade wenn Schmerzen, eingeschränkte Mobilität oder weite Wege persönliche Treffen erschweren, können solche Angebote eine wertvolle Ergänzung sein.


„Niemand sollte mit den Herausforderungen einer rheumatischen Erkrankung allein bleiben müssen. Deshalb möchten wir Menschen ermutigen, den Kontakt zu suchen, unsere Angebote kennenzulernen und Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Denn manchmal beginnt ein neuer Weg schon mit einem ersten Gespräch“, betont Kerstin Keding.


Die Rheuma-Liga Thüringen lädt Betroffene und Angehörige ein, sich über die vielfältigen Angebote der Selbsthilfegruppen zu informieren. Weitere Informationen und Kontakte unter www.rheumaliga-thueringen.de.


„Der diesjährige Welt-Rheuma-Tag erinnert uns daran“, so Keding abschließend, „ dass niemand mit Rheuma allein gelassen werden darf.